Sprengungen
  sprengurkunde
Urkunde

Unser Service:

Sprengarbeiten, wie Gesteinssprengungen (Sprengungen im Zuge des Wegebaus, Gewinnsprengungen)
Grabensprengungen, Sprengungen im Brunnen- & Schachtbau
Kultursprengungen, Demolierungssprengungen
Abbruchsprengungen, Sprengungen unter Wasser
Lawinenauslösesprengungen

 
steinmauer abstand fraesung abstand grosssprengung
(Anbaulafette)       (Großsprengung im Steinbruch Hengl in
Maissau/ Frühling 2001 anlässlich der
Ausbildung „Tiefbohrloch & Großsprengung“)
 
In unseren Worten:
 
Verbinden Sie „sprengen“ mit alten Spielfilmen über den „Wilden Westen“?
 
erdbau abstand

Verwegene Männer sprengen in und vor Minen, rund um Bahngleise und alte Häuser mittels Sprenggelatine. „Dynamit“ in handlichen „Würsten“ am Ende die zischende Zeitzündschnur (aktuelle Bezeichnung: Sicherheitsanzündschnur).
Ein Wurf – alle springen waghalsig in Deckung – bum!

Lange vor der Anwendung von Sprenggelatine hantierten im alten China „Alchimisten“ mit explosiven Pulvermischungen. Eher galt das Interesse der Pyrotechnik, als der Erkundung neuer Arbeitshilfen in Form von explosiven Pulvermischungen.

 

Bereits 1232 wurden Pulvermischungen in China als „Brandmassen“ bei einer Stadtbelagerung eingesetzt.
1330 entdeckte der Mönch Bernhard Schwarz das nach ihm benannte Schwarzpulver. Dies war die Geburt der gewerblichen Sprengtechnik. Wenig rühmlich war der Einsatz desselben über beinahe drei Jahrhunderte. Denn primär kam das Schwarzpulver militärisch in kriegerischer Absicht zur Anwendung. An diesem Punkt kann ich nicht umhin, einen Zeitsprung in das Jetzt zu wagen, um die Zunft der Sprengungstechnik aus tiefer Überzeugung zu revitieren. Sprengungen werden von umsichtigen, gut geschulten Menschen zumeist für gewerbliche Zwecke eingesetzt. Wir alle profitieren in irgendeiner Form davon!

Die Sprengungstechnik ist vielseitig, kreativ und rettet oftmals Leben. Dazu in jedem Fall später mehr…
 
sprengung_früher abstand

Zurück in die Vergangenheit. Die erste dokumentierte gewerbliche Sprengung führte der tiroler Bergmann Caspar Weindl 1627 im Revier von Schemnitz (heutiges Tschechien)  durch.
Bis Mitte des 19 Jahrhunderts blieb Schwarzpulver der einzige verwendete Sprengstoff für Erz- Kalk. & Steingewinnung bzw. den Tunnelbau, sowie als Hilfsmittel im Zuge der Errichtung von Straßen und dem Eisenbahnnetz.
Schwarzpulver ist bis zum heutigen Tag, das, was es ist. Sehr gefährlich! Auf Grund seiner Empfindlichkeit ist es extrem sensibel gegen Stoß, Schlag, Reibung, Funken & Flammen. Bereits ab 70 Grad kann der Schwefel das Schwarzpulver umsetzen. Hände weg!

Heutige Verwendung desselben: z.B. „Schnüren“ in Steinbrüchen. (Marmor- & Granit werden noch mittels Schwarzpulver gespalten). Das Gute in der Entwicklung: 1831 entdeckte der Engländer Bickford das Zündmittel „Schwarzpulver – Zündschnur“. Ein weiterer Schritt in der Sprengungstechnik. 1846 entwickelte Schönbein die Schießbaumwolle und im Jahr der französischen Revolution 1848 nitrierte Sobrero das Nitroglyzerin.
Ein neues flüssiges Sprengmittel mit enormer Brisanz war geboren.
     
1862 kam es zur praktischen Umsetzung durch Imanuel Nobel. Seinem Sohn Alfred gelang 1867 die Herstellung des ersten handhabungssicheren Sprengstoffs. Das „Gurdynamit.“ (1864 entwickelte Nobel die ersten sprengkräftigen Zünder) .
1874 war durch Nobel die Sprenggelatine geboren.
Wo wir wieder im „Wilden Westen“ und bei der Vorstellung von Sprengtechnik in den Köpfen Vieler wären. Doch die Entwicklung blieb nicht stehen.
Im 20. Jahrhundert wurde das Nitroglykol als weiterer Beitrag zur Sicherheit entwickelt. Viele Änderungen und Entwicklungen in den Breichen Sicherheit, Effizienz und Arten der Sprengmittel kamen hinzu.
     
sprenglafette   Heute setzen wir abhängig von den  Anforderungen und Zielrichtungen die unterschiedlichsten Arten von Sprengstoffen und Zündmittel ein. (Sprengstoffe: gelatinös, pulverförmig, ANC, Slurries, Emulsionssprengstoffe, Wettersprengstoffe und letztlich plastische Sprengstoffe. / Zündmittel: Sicherheitsanzündschnur, Sprengkapsel, elektrische Zündung, elektronische Zündung, Zündschlauch-Zündung, Sprengschnurzündung und die Millisekundenzündung ermöglichen exakte Ergebnisse). Dankbar sind wir für die umfangreichen, gesetzlichen Regelungen und mit Stolz und Ehrfurcht setzen wir diese Techniken ein.
Klar distanzieren wir uns von dem Missbrauch! Mit Schmerz und großer Bestürzung sind wir erfüllt, wenn Kameraden ihre Gesundheit oder gar ihr Leben im Zuge ihrer Tätigkeiten mit Sprengmittel verlieren.
All unsere Gedanken zu Ihnen und ihren Angehörigen!

Wir sind ermahnt nie die Routine über die Sorgfalt siegen zu lassen. Denken wir aber an die Vielseitigkeit die wir uns zum Nutzen machen können. Gewerblich sind Steinbrüche ohne den Einsatz der Sprengtechnik nicht konkurrenzfähig. Je exakter die Bohrpläne, je erfahrener die Techniker und letztlich je besser die Sprengmittel und das Zubehör abgestimmt sind, desto ökonomischer lässt sich wirtschaften. Der Tunnelbau und dass dort Millionen Tonnen Sprengmittel zur Anwendung kommen ist uns so bekannt, wie wir auch wissen, dass es die Heilige Barbara ist, die all diese Menschen beschützen soll. Weltweit ist das „Sprengen“ in der Stein- Schottergewinnung in Minen, im Tunnel- & Straßenbau nicht wegzudenken. Das kennen Sie. Ab und zu flimmert über die Bildschirme eine spektakuläre Reihensprengung (Steinbruch) oder eine imposante Gebäudesprengung.
(Papa mit Lafette:
Wegebau - Schneeberg, 1975
)          
   
 
In Österreich herrscht in Sachen Gebäudesprengung mit Sicherheit eine Wissenslücke bei den Auftraggeben. Bei Abwägung vom herrkömmlichen Abbruch mittels Baumaschinen und Sprengung geben wir gerne den Gedankenanstoß, dass eine Sprengung keine oftmals wochenlange Lärm- & Staubbelästigung der Anrainer verursacht. Wir würden uns in dieser Hinsicht mehr Flexibilität bei der Vergabe wünschen!

Unter Wasser werden Fahrrinnen für den Schiffsverkehr, Barrieren oder Brückenpfeiler gesprengt. Im Winter sorgen immer wieder Eissprengungen für Schadensverminderungen im Flußbereich (Beseitigen von Grundeis, Freimachen von Rinnen…)
Was weniger geläufig ist, ist die Tatsache, dass Hagelschäden durch Sprengungen verhindert werden können! Beim kalten Nass angelangt, muss die Lawinensprengung erwähnt sein. Jährlich werden im alpinen Bereich auf diese Weise unzählige Menschen vor derartigen Katastrophen geschützt. Danke an all jene, die diese gefährlichen Tätigkeit auf sich nehmen um das Leben anderer zu retten. Um von der Nässe im Gegensatz anzukommen, bleibt das Feuer.
     
sprengung   Es ist höchste Zeit, dass hier seitens der Zuständigkeit Mitarbeit in der Brandbekämpfung mittels Sprengungen, zustande kommt. Denn Feuer ist mittels Sprengungen (Transportmittel: Hubschrauber) der Garaus zu machen. Faszinierend, nicht wahr?

Feuer benötigt Sauerstoff – eine Detonation entzieht diesen. Wieder haben wir einen Grund mehr, diese Technik zu befürworten. Es gäbe noch viel zu bereichten. Über Abbruchsprengungen, oder Metallsprengungen.
Brunnen- & Schachtbau, Kultursprengungen (Bodenlockerung, Drainage, Ortsteinschichten) oder Holzsprengungen.
(Seppi & Charly: Wegebau – Pax/Schwarzau im Gebirge – 1995)    
 

Als überzeugte Sprengtechniker stehen wir aus ganzem Herzen zu diesem Beruf. Und wie in jedem anderen Beruf soll das Gefühl der Berufung allem vorangehen.
Unsere Einsätze in dieser Materie sind vorwiegend in der Gewinnungssprengung (Schotter, Steine) sowie im Zuge des Forststraßenbaus und der Flächensprengung.
Unter dem Link „Referenzen“ stellen wir einige dieser Projekte vor.
Gerne stellen wir uns Herausforderungen und begrüßen Anfragen, sowie Möglichkeiten Projekte zu erstellen.

  1. Aus Berufung zu Beruf –
  2. Aus Überzeugung zur Tat –
  3. Verbunden mit unseren Kollegen und in freundschaftlicher, tiefer Verneigung vor Rudi Hikade –

Glück auf!

Unterschrift Martina Grimus
Martina Grimus

Daten aus: Handbuch/Sprengtechnik (Peter Petri, Andreas Kuschel, Rudolf Hikade)
Bilder von:

Derzeitiger Stand (April 2009): 
2 Sprengbefugte
2 Sprengungstechniker
2 Bohrlafetten